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Gears 5 (Shooter) von Microsoft
Action-Kracher mit Abstrichen
Science Fiction-Shooter
Entwickler: The Coalition
Publisher: Microsoft
Release:
10.09.2019
10.09.2019
10.09.2019
Alias: Gears of War 5
Jetzt kaufen
ab 52,46€
Spielinfo Bilder Videos

Stand The Coalition bei Gears of War 4 vor allem im Hinblick auf die Kampagne noch auf ziemlich wackeligen Beinen, will man bei Gears 5 nicht nur mit der ersten weiblichen Hauptfigur, sondern auch einigen neuen Ansätzen beim Spieldesign für frischen Wind sorgen und einer erweiterten Mehrspieler-Komponente punkten. Ob das Vorhaben gelingt, klären wir im Test...



Vertrautes Gefühl

Auf den ersten Blick bleibt alles beim Alten: Wie gewohnt ballert man sich erneut mit JD Fenix und seiner Truppe durch Locust-Schwärme, nutzt fleißig die Knopfdruck-Deckung und lässt das coole Waffenarsenal sprechen. Dabei reicht die Auswahl vom altbekannten Kanonenfutter wie Drohnen über größere Kaliber wie den Häscher oder Brumak bis hin zu Neuzugängen wie dem schwer gepanzerten Aufseher sowie korrumpierten DeeBees, die deutlich bedrohlicher wirken als die lahmen und nervigen Pendants des Vorgängers. Zwar hat man sich an manchen Standard-Gegnerwellen irgendwann satt gesehen und die Kettensäge wirkt stellenweise immer noch sehr mächtig, doch gibt es als Ausgleich gute Tempowechsel zwischen Baller-Action und ruhigen Passagen, in denen man z.B. im Uncharted-Manier durch eine belebte Siedlung schlendert, auch wenn die Bewohner nichts weiter als Staffage sind. Nicht zu vergessen die spektakulären Bosskämpfe: Genau wie im Vorgänger gibt es zwar nur wenige und die finale Konfrontation enttäuscht aufgrund des Recyclings, aber dennoch bilden diese Momente ohne Zweifel die Höhepunkte innerhalb der kurzweiligen Kampagne. Dort erfährt man übrigens nicht nur mehr über Kait und was es mit ihren mysteriösen Visionen auf sich hat, sondern lernt auch neue Figuren erkennen und taucht noch tiefer in die politischen Verhältnisse sowie Zusammenhänge innerhalb des Gears-Universums ein. Schöner Service: In zwei separaten Videos werden sowohl die Geschehnisse des Vorgängers als auch die Hintergründe der gesamten Gears-Reihe zusammengefasst. Gerade innerhalb von Spielereihen, deren Teile aufeinander aufbauen, darf das gerne Standard werden.    

Selbst nach all den Jahren hat das bewährte Spielgefühl genauso wenig an Reiz verloren wie die Lancer-Wumme mit ihrem Kettensägen-Aufsatz oder die damals innovative Nachlade-Mechanik. Entsprechend ist es kein Wunder, dass sich die Entwickler allzu große Änderungen am Grundkonzept verkneifen. Stattdessen erweitern sie das Bewährte nur im Detail: Ab sofort ist es z.B. möglich, Gegner in der Nähe über eine Deckung zu ziehen, um sie anschließend mit einem Nahkampfangriff auszuschalten. Entsprechend kommt die neue Mechanik vornehmlich zum Einsatz, wenn man seine Widersacher unauffällig auf dem Schleichweg dezimieren möchte. Alternativ kann man sich in vielen Situationen aber auch weiterhin wie gewohnt von hinten an sie heran

Kait ist ein interessanter Charakter und funktioniert prima als neue Hauptfigur.
Kait ist ein interessanter Charakter und funktioniert prima als neue Hauptfigur.

schleichen. Übrigens hat man sowohl am PC als auch auf der Konsole die Wahl, ob man klassisch zum Controller oder der Kombo aus Maus und Tastatur greifen möchte.

Brutale Action

In bester Serien-Tradition geht es in den Gefechten nicht zimperlich zur Sache: Im Kugelhagel fließt literweise Blut und beim Einsatz der Kettensäge werden Gegner in kleine Häppchen zerteilt, die auch Spuren in den Gesichtern der KOR-Truppe hinterlassen. Die mitunter kreativen, aber auch brutalen Hinrichtungen sind ebenfalls nichts für zart besaitete Gemüter, die den Gewaltgrad in den Optionen auf Wunsch immerhin etwas entschärfen dürfen. Gears bleibt eben Gears! Das gilt nicht nur hinsichtlich der brachialen Action mit ihrer hervorragenden und reaktionsfreudigen Steuerung, sondern auch für die gewohnt markigen Sprüche der muskelbepackten Figuren, die mit Fahz Chutani einen arroganten Neuzugang mit großer Klappe in ihren Reihen begrüßen dürfen, der vor allem zu Beginn der Kampagne auf Krawall gebürstet ist.

Ungewohntes Terrain

Das Cruisen mit dem Skiff macht ordentlich Laune.
Das Cruisen mit dem Skiff macht ordentlich Laune.

Spätestens ab dem zweiten von vier Akten wird aber klar, dass The Coalition trotz bewährter Tugenden nicht nur ein „Weiter so“ für die Kampagne von Gears 5 im Sinn hatte. Obwohl viele Abschnitte weiterhin dem bekannten Schlauchmuster mit leichten Flankierungsmöglichkeiten folgen, öffnet sich hier erstmals spürbar die Spielwelt und lässt sich relativ frei mit dem Skiff erkunden. Dabei handelt es sich um ein Vehikel, das mit Wind angetrieben wird und sich am besten als „Schlitten trifft Kitesurfing“ umschreiben lässt. Allerdings handelt es sich weder beim schneebedeckten Winter-Wunderland aus Akt 2 noch bei der roten Wüstenlandschaft mit Mars-Anleihen aus Akt 3 um eine offene Welt im klassischen Sinn. Stattdessen sind es eher groß angelegte Areale wie etwa der See bei God of War, in denen man abseits der Haupthandlung weitere Orte entdecken kann, wo kleine Nebenmissionen warten. Dabei macht das Cruisen mit dem stylischen Gefährt ordentlich Laune und die Belohnungen für das Abschließen der sekundären Aufträge erweisen sich meist als nützlich. Trotzdem wirken die offenen Abschnitte erschreckend leer, leblos und steril – einzig die gefährlichen Sandstürme sorgen irgendwann für etwas Action innerhalb der zunehmend monotonen und langweiligen Erkundungsfahrten, bei denen man Wunschziele auf einer Karte markieren und sich zusätzlich an einem Kompass orientieren kann.

Kommentare

sourcOr schrieb am
Nachdem ich jetzt so einige Zeit im Versus verbracht habe, fällt mein Urteil zum Spiel noch ein Stück ernüchternder aus.
Sieben Maps hat das Spiel. SIEBEN. Und manch einer meint, das Spiel hätte ne bessere Bewertung verdient, weil das Gesamtpaket so viel bietet... ja logo, aber dafür sind die einzelnen Aspekte auch teilweise gut vernachlässigt worden, bzw. man blieb weit unter seinen Möglichkeiten.
Die Maps sind auch größtenteils wirklich nicht gut imo, was das ganze noch schwerwiegender macht. Auf den Gears 2&3 Maps hatte ich deutlich mehr Spaß. Interessanterweise hat das Spiel noch 3-4 weitere Maps von Gears 4 mit auf der Disc, aber die sind momentan noch auf Private matches beschränkt. Sie haben sich wenigstens dazu herabgelassen, uns eine weitere davon für die public rotation freizugeben. Gott, wie großzügig, ich kann meine Freude kaum in Zaum halten. Mal gucken wie viele Wochen sie für diese Freischaltung dann noch brauchen werden. Ich kann aber auch nicht wirklich sagen, ob die gut sind (hab 4 nie online gespielt) oder ob man sich da nur Masse statt Qualität ins Boot holen würde.
Das Ranking is gefühlt super planlos. Du kämpfst dich ein Tier höher, das Matchmaking dreht komplett durch und matcht dich nur noch gegen Pros, und dann wirst du plötzlich wieder in den Bodensatz des vorherigen Tiers geschmissen.
Die Erfahrung schwankt also ständig zwischen Langeweile aufgrund der Maps, Spaß aufgrund des guten Gameplays (vor allem ohne Ärgernisse wie die neuen Loadout-Waffen in Gears 3 damals) und Frustration aufgrund des vermurksten Ranking-Systems.
Langweilig auch die Zahl der wählbaren Charaktere. Sowas von langweilig... aber man supportet das Spiel ja noch auf Jahre mit einer ROOOOOAAADMAAAP. Der Terminator-Skin nervt auch so heftig. Das is so unbefriedigend, auf Metall zu ballern, und man sieht ihn auch noch schlechter. Und jeder Depp läuft damit rum.
Ich wünsch mir bald wieder Season Passes wenn das so weiter geht. Da wurden wenigstens Nägel mit Köpfen gemacht....
PuNkGuN schrieb am
PuNkGuN hat geschrieben: ?
12.09.2019 06:58
Mit Kampagne (bis Ende Akt 2), viel ArcadeMulti und KlassikVS und angetestete Flucht bin ich sehr begeistert.
Teil 4 war nicht so geil,das jetzt viel besser. Story,Stimmung und vor allem der Sound sind richtig richtig gut :D
Der Arcade Modus macht, dadurch das er sich ganz anders als der klassische VS anfühlt, richtig laune. Das ist sehr erfrischend. Klassisch und Arcade ergänzen sich sehr gut find ich.
Ich würde nach meiner Spielzeit schon Gold zücken :mrgreen:
Würde die Gears Teile mal so einreihen:
2 - 1- 3/5 - 4 - Judgment
Nachdem ich die Story durch hatte, bin ich veranlagt kein Gold mehr zu zücken. Nicht wegen der Story, sondern wegen den offenen Arealen. Im nachhinein hat mich das ziemlich genervt am Schluß.
Story war toll, Multi ist sehr geil, auch wenn ich nicht mehr soviel Mulitplayer spiele.
Knapp vor Gold hätte ich gezückt. Einteilung/Reihenfolge würde ich ein kleine Änderung vornehmen, Teil 5 ist zwar sehr geil, 3 war aber doch besser:
Auf Platz eins, natürlich immer noch der geniale zweite Teil ;)
2 - 1 - 3 - 5 - 4 - Judgment.
Civarello schrieb am
Hab mir jetzt mal den Game Pass auf dem PC für 1 (!!) Euro "gegönnt" (im ersten Monat; danach 3,99 anstatt 9,99; wohl wegen dem "Beta"-Status). Hauptsächlich wegen Gears 5 und Metro: Exodus.
Als erstes ist mir aufgefallen wie lahmarschig die Downloadgeschwindigkeit über die XBox-App ist. 4-5 MB/s......wtf; bei einer 400.000er Leitung. Also im Microsoft Store vorbeigeguckt; hier war die Geschwindigkeit etwas besser (14-16 MB/s), aber trotzdem noch weit von den Geschwindigkeiten zb. bei Steam entfernt (durchgängig 45-48 MB/s). Bei der XBox-App kann man das noch unter "Beta" verbuchen; beim Microsoft Store nicht. Auch dass es im Microsoft Store noch immer nicht möglich ist einfach die Sprache zu wechseln ohne direkt den ganzen PC umzustellen ist schon irgendwie arm.
Zu Gears 5: Mein letztes Gears welches ich wirklich durchgespielt hatte war Judgement auf der 360. Am Remaster und an Gears 4 hatte ich eher weniger Interesse; aber durch den Game Pass kann man ja mal in Gears 5 reinschnuppern. Die Performance ist klasse; selbst auf meinem alten Rechner durchgehend 60fps in hohen Einstellungen in 1080p; auf meinem Hauptrig läuft es selbst in 4k fast durchgehend mit 60 fps; ebenfalls in "High". Absolut kein Vergleich zu einem BL3.
Zum Spiel selber muss ich allerdings sagen dass es mich nicht so ganz abholt: Habe aber auch erst bis Kapitel 1-3 gespielt. Covershooter waren jetzt nie mein Favorit, hatte die ersten 4 Teile (Gears 1-3 + Judgement) aber doch ganz gerne gespielt. Bei Gears 5 ist der Reiz nicht mehr so da; spielt sich für meinen Geschmack einfach zu undynamisch.
nepumax schrieb am
Habe gerade meinen Walktrough auf Intermediate durch. Bin nicht überwältigt. Leider...
Das Ende war einfach nur anstrengend und spielerisch total brüchig. Die NPC's hatten Totalaussetzer und ich bin mehrere Male durch drei (!!!) lebende NPC gekrochen und keiner hat mir hochgeholfen. Als ob das nicht dämlich genug gewesen wäre, sind da noch diese vollkommen unnützen Checkpoints die einen soweit es nur geht zurücksetzen. Die Krönung war, dass ich beim Endboss durch die Decke gefallen bin und so die Schlussszene quasi überspingen konnte. :lol:
Spoiler
Show
Und richtig bescheuert war die Situation, in der es kurz vor der Endphase noch schnell einen Nebencharakter zu töten galt. Vollkommen unnötig! So nach dem Motto: "Scheiße, wir sind gleich am Ende und alle haben bisher überlebt. Das geht nicht! Da müssen wir einen wegmachen!...". Das gleiche mit dem Amulett: Vollkommen unnötig weil überhaupt nicht genutzt. Im ganzen Spiel.
Das schlimmste ist jedoch die Musik: Was ist aus dem eingängigen GoW-Score geworden, der einen so schön durch die ersten drei Teile begleitet hat? Das war für mich eines der wichtigsten Wiedererkennungswerte eines Gears of War!
Die Wertung erachte ich als großzügig.
Sugandhalaya schrieb am
Ach, eine Anmerkung noch, werter Tester. Das fiel mir schon in der Vorschau auf...aber das herüberziehen über Deckung ist keine Neuerung in Gears 5. Das gab es in Gears 4 schon, da gibt es auch einen entsprechenden Erfolg. Das als neu anzusehen wäre eventuell nachvollziehbar, wenn man Gears 4 nicht angefasst hat, aber Gears 4 und 5 wurden von der gleichen Person getestet. Und obwohl diese Mechanik in der Kampagne von Gears 4 erklärt wird, sieht 4players das als Neuerung in Gears 5 an? O.o
schrieb am

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